Die Chronik unseres Vereins:

Der Spielmannszug Amberger Stadtpfeifer wurde im Jahr 1990 gegründet. Am 26. Januar versammelten sich damals 30 junge Musiker, um unter der Leitung von Roman Gallus einen Spielmannszug zu gründen. Zu diesen 30 Musikern gesellten sich noch 41 Musikfreunde, die im neuen Verein zwar kein Instrument spielen, aber dennoch durch ihre Mitgliedschaft den Verein unterstützen wollten. Somit hat der Spielmannszug Amberger Stadtpfeifer 71 Gründungsmitglieder.

Bei der Gründungsversammlung entschieden sich die anwesenden 71 Gründungsmitglieder für den Namen “Amberger Stadtpfeifer”. Dieser Name war in Amberg bekannt, da es bereits in der Zeit  von 1966 bis 1968  einen Spielmannszug mit diesem Namen gab, der dann als Spielmannszug der Knappschaftskapelle übernommen wurde. Aufgrund dieser Tatsache müsste richtigerweise von einer Neugründung der “Amberger Stadtpfeifer” gesprochen werden.

Noch im Jahr 1990 wurden die Hemden der Landsknechttrachten in den Farben der Stadt Amberg angeschafft. Erstmals wurden die Hemden beim ersten Besuch der befreundeten Jugendblaskappelle von Tatabánja in Ungarn getragen. Die Vervollständigung der Trachten erfolgte dann in den folgenden Jahren, nachdem der Verein genug Geld für die teuren Trachten zusammengespielt hatte.

Eine positive Wende erlebten die “Amberger Stadtpfeifer” 1996, als der Jugendtreff von der “Alten Reitschule” in das Klärwerk verlegt wurde und das “Haus der Musik” in der “Alten Reitschule” gegründet wurde. Jetzt bekamen die Amberger Stadtpfeifer ihr eigenes zu Hause im Obergeschoss im “Haus der Musik”. Hier legten die Mitglieder eigens Hand an und brachten die Räumlichkeiten in kurzer Zeit auf Vordermann. 

Von dieser Zeit an waren dann die “Amberger Stadtpfeifer” von der Unterbringung im Saal der Maltesergaststätte, der von der Familie Kasper freundlicherweise für die Proben kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, unabhängig. Nicht nur das neue Domizil, sondern auch das musikalische Programm wurde seitdem bis heute immer wieder aufgefrischt und verbessert. Nicht zuletzt deshalb kann der Verein jetzt auf über 15 schöne und erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Im Spielmannszug der Amberger Stadtpfeifer sind Musiker aller Altersgruppen willkommen. Das Alter der aktiven Musiker reicht von 85 Jahren beim ältesten bis hin zu 8 Jahren beim jüngsten Musiker bzw. Musikerin. Die jungen Musiker werden im Verein an ihren Instrumenten von unseren eigenen Musikern ausgebildet. Die Amberger Stadtpfeifer sind Mitglied im "Landesverband für Spielmannswesen in Bayern". In diesem Landesverband pflegen wir gute Kontakte zu Vereinen in Städten wie Rosenheim und Bad Windsheim.

Das Programm der Amberger Stadtpfeifer hat für jeden etwas zu bieten. Der Spielmannszug kann einen Festzug musikalisch mit traditionsreichen Märschen aus der Zeit der Preußen bzw. der K- und K-Monarchie oder mit Südamerikanischen Rhythmen, die von den Musikern alle auswendig ohne Noten gespielt werden, begleitet. Das Konzertprogramm hat ebenfalls für jeden Geschmack etwas zu bieten. Von Samba-Melodien über Traditionsstücke und moderne Spielmannsmusik bis hin zu einem Medley aus Kinderliedern reicht das vielseitige Notenbuch der Amberger Stadtpfeifer. Ein Auszug aus dem musikalischen Programm kann unter Repertoire eingesehen werden.

Der Spielmannszug steht seit seiner Gründung unter der musikalischen Leitung von Roman Gallus. Als 1. Vorsitzender leitet Stephan Sabisch zusammen mit der Vorstandschaft den Verein.

Außerdem ragen verschiedene Höhepunkte aus der Laufbahn der “Amberger Stadtpfeifer” heraus. Dank des großen Einsatzes der überwiegend sehr jungen Musiker entwickelten sich die “Amberger Stadtpfeifer” zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Stadt Amberg und des Umlandes. So ist z. B. ein Auftritt bei den alle 3 Jahren stattfindenden Wallensteinfestspielen in Altdorf ebenso bereits fast Tradition, wie das Mitwirken beim Blumenfest in Röthenbach bei Lauf oder bei städtischen Veranstaltungen, wie den Sommerserenaden. Darüber hinaus finden noch Konzertreisen zu befreundeten Musikern des Landesverbandes oder ins Ausland wie z. B. nach Tatabánja in Ungarn.

Für die Vereinsmitglieder wird nach jeder Saison eine Abschlussveranstaltung in Form einer Ausflugsfahrt oder einer ähnlichen Veranstaltung zum Dank für das gezeigte Engagement organisiert.